Nach einer guten Konferenz oder Veranstaltung bin ich immer voller Motivation und Ideen. Ich nutze diese positive Energie dann gern, in dem ich durch das neu Gelernte durchgehe und überlege, wie ich es in meiner Arbeit anwenden kann. Dazu schaue ich, dass ich mit neuen Bekannten, die ich bei der Veranstaltung kennengelernt habe Kontakt aufnehme, um sie und ihre Arbeit besser kennenzulernen. Im Folgenden beschreibe ich, wie man das machen kann – wie ich es diese Woche mache.

Einander besser kennenlernen

Wie du hier (im Moment nur auf Englisch) nachlesen kannst, hat mir die BP20 Übersetzungskonferenz viel Spaß gemacht. Vom Inhalt her war die virtuelle Version der Veranstaltung genauso wertvoll wie die ursprünglich geplante face-to-face Konferenz es gewesen wäre. Es wurden auch viele informelle Zoom-Sessions angeboten fürs Netzwerken in der Gruppe. Was ich allerdings vermisst habe, waren die kleinen spontanten Gespräche zwischendurch. Du weißt schon – wenn du zum Beispiel mit deiner Sitznachbarin im großen Saal ins Gespräch kommst, und ihr geht in der nächsten Pause zusammen Kaffee trinken, um das Gespräch zu vertiefen.

Wollen wir mal zusammen Kaffee trinken?

Dafür gab es eine Netzwerk-App für KonferenzteilnehmerInnen. Also habe ich dort nachgefragt, ob jemand Lust hätte auf einer gemeinsamen virtuellen Kaffeepause auf Zoom in den Wochen nach der Konferenz. Diese Idee war eine Abwandlung der “Blind Business Date”-Aktion, die ich letztes Jahr in meiner Lieblings-Online-Business-Gruppe organisiert habe (bei Interesse kannst du hier darüber nachlesen). Es geht um Netzwerken in einer Form, die mir wirklich Spaß macht – jemanden besser kennenlernen in einem eins-zu-eins Gespräch. Mehr Impulse zum Thema Netzwerken für Introvertierte gibt es übrigens hier.

Das kannst du natürlich nach jeder Art von Veranstaltung machen, um gemeinsame Interessen in mehr Tiefe zu besprechen oder eventuell um herauszufinden, wie man sich gegenseitig unterstützen kann.

Netzwerk erweitern

Wie es sich herausstellete, hatten viele Leute Lust hatte auf einen virtuellen Kaffee! Ich habe jetzt eine schöne lange Liste von ÜbersetzerInnen, die ich nach und nach zum Kaffee in meinem Zoom-Meetingraum einlade (falls du dich dafür gemeldet hast und noch nichts von mir gehört hast – keine Sorge, ich habe nicht vergessen!) Ich liebe es, mich mit Kollegen auszutauschen um herauszufinden, was sie gern tun, was wir gemeinsam haben, und dabei kann ich auch auf ganz natürliche Weise mein Netzwerk erweitern. Es ist immer gut, Übersetzer zu kennen, die in anderen Themengebieten oder mit anderen Sprachen arbeiten. Nicht nur, weil es mir Spaß macht, aber auch weil ich dadurch Kunden besser unterstützen kann, die Hilfe suchen in den Sprachen/Gebieten. Bisher zum Beispiel habe ich sehr interessante und herzliche Gespräche geführt mit einer Deutsch-Englische Chemie-Übersetzerin, eine Patentübersetzerin, die aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt, eine britische Übersetzerin, die sich in touristische Texte für Norddeutschland spezialisiert hat, und eine spanische Übersetzerin in Madrid, deren Fokus auf Marketing und Transkreation liegt.

Wenn du also Unterstützung suchst in einem Themengebiet oder Sprache, die ich nicht biete, melde dich trotzdem gern. Meistens habe ich die richtige Person in meinem Netzwerk, und ich setze euch gern miteinander in Verbindung.